Dienstag, 7. August 2012

Storytelling


...Diese Hitze!  Es war einfach viel zu warm und feucht in diesem Land.  Erohil sehnte sich nach den gemäßigten Gefilden von Ulthuan welche viel milder und luftiger waren als dieser verdammte Dschungel. Überhaupt gab es hier nichts wirklich Sinnvolles.
Diese Echsen-Kreaturen, welche hinter jedem Baumstamm lauerten und mit ihren primitiven Waffen ihre verfallenen Tempel und Götzenbildnisse verteidigten waren nicht die Mühe wert, sich weiter in das Landesinnere zu wagen.
Sogar eine Delegation Dunkelelfen war Ihnen begegnet. Nicht das es Erohil verwundert hätte, ihre verhassten Brüder auch in diesem Teil der Welt anzutreffen aber der Angriff kam überraschend.  Er konnte sich gerade noch mit einer Hand voll Verletzter zurückziehen und im Dschungel verstecken sonst wäre diese Expedition zu einem schnellen Ende gelangt.

Auch hatten sie bisher nicht gefunden, wonach er so angestrengt gesucht hatte.
Der letzte Tempel, den er zu finden gehofft hatte war bereits geplündert worden und eine Meute der Skaven – widerliche, durch das Chaos verdrehte Kreaturen – war mit einer Horde Echsenmenschen im Kampf und die Ruine gewesen. Nachhaltig  war es weder den Echsen noch seinem Männern gelungen, die Skaven aus der Ruine zu vertreiben und erst einige Tage später waren sie abgezogen, nicht ohne vorher noch alles von vermeintlichem Wert mitzunehmen. Dabei war dieser primitive Tand nicht das gewesen, was die Elfen so sehr suchten. Alte Inschriften waren ihr Begehr und der Wert und ihre wahre Bedeutung würde sich den Rattenwesen ohnehin nicht erschließen.
Sein letzter Versuch an die Tafeln zu gelangen wurde frühzeitig beendet da er sich bei der Verfolgung der Skaven verletzt hatte und zum Lager an der Küste zurückkehren musste. Er hatte die weitere Verfolgung seinem 1. Maat überlassen der im Moment mit einigen Schwertmeistern und Bogenschützen den Skaven auf den Fersen war. Sollte er bis zum nächsten Sonnenaufgang nicht zurück sein so würden sie weiter segeln müssen, diesmal aber in Richtung Heimat um Ihre Kräfte neu zu sammeln und sich auf halbem Wege mit der Verstärkung zu treffen.
Es war schon spät in der Nacht als der Diener sein Lager betrat. Erohil stand in einer leichten Tunika über seinen Büchern und Schriften und er ärgerte sich über diese späte Störung. „Verzeiht Pengolodh Erohil,  aber die Krieger sind zurück… Ahrland fragt nach euch.“
Argwöhnisch blickte Erohil auf „Er soll eintreten.“
Ahrland Wellenschreiter betrat das Zelt. Er sah mitgenommen aus, seine Toga verschmutzt und zerrissen und das tiefe Blau seiner Ärmel war dunkel verfärbt. Ob dies sein eigenes Blut war oder das seiner Gegner konnte man nicht genau sagen. Er verneigte sich tief und trat mit einem Lächeln an den Tisch.
„Eure Tafeln konnten wir nicht retten. Die Skaven hatten sie zerstört, warscheinlich in dem Versuch, sie für irgendeine Ihrer Maschienen zu verwenden. Aber eines der "intelligenteren" Wesen hatte dies hier bei sich!“ Er legte mehrere vergilbte Pergamentrollen vor sich und sah Erohil stumm an.
Dieser rollte das Papier vorsichtig auseinander. Es roch nicht gerade angenehm und war voll mit Kritzeleien welche fern an eine art Schrift erinnerten, die man aber beim besten Willen nicht entziffern konnte. Allerdings war das gar nicht nötig, denn der Vorbesitzer  der Pergamente hatte sich  die Mühe gemacht, die Inschriften der Tafeln exakt abzumalen.

Erohil studierte die Rollen kurz und blickte Ahrland Wellenschreiter in die hellblauen Augen. „Bereitet alles vor – bei Tagesanbruch brechen wir auf.“ „Und in welche Richtung Herr?“ „Nach Norden…nach Naggaroth!“
 


3 Kommentare:

  1. na super...wie geht's denn weiter? Die Geschichte fängt gut an. Gibt's mehr?

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  2. klar...im nächsten Chapter ;)

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  3. Nice, da bin ich auch mal gespannt auf die Fortsetung =)

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