Mittwoch, 10. Oktober 2012

Spielbericht: 3000 Punkte Vampire gegen Skaven 09.10.2012



WoW was für eine lange Partie ^^.
Matthias und ich kreuzten gestern die Würfel in einer 3000 Punkte Schlacht Vampirfürsten vs. Skaven. 
Um 14 Uhr kam er bei mir vorbei und erst um 18:26 Uhr waren wir dann tatsächlich bereit für die erste Bewegungsphase der Vampire. Wo war die Zeit nur hin? Ich muss zugeben, dass ich trotz aller Planung erst um Viertel vor 2 mit meiner Armeeliste begonnen hatte, aber die ganze 4h Verzögerung geht nicht allein auf meine Kappe ^^. Wir sprachen über Gott und die Welt, das Hobby, den White Dwarf, den GW an sich und und und, zu guter Letzt auch über Armeelisten, die Platzierung vom Gelände, die Aufstellung, den ersten Zug und das Thema Hausregeln. Im Großen und Ganzen haben wir uns auf zwei kleine Änderungen geeinigt, die das Spiel im Nachhinein aus unserer beider Sicht etwas "griffiger" machte.

 
Wie in einer früheren (ich glaube der 6.?) Edition schon einmal üblich, sollten Einheiten (egal ob Freund oder Feind) die Sichtlinie verdecken. Ausnahmen hierbei waren "Große Ziele", die die gemeine Masse natürlich weiterhin überragen sollte... und Fälle in denen ein auffälliger Größenunterschied bestand (z.B. verdecken Todeswölfe nicht die Sicht auf oder von Kavallerie u.Ä.). In den Fällen, in denen das eigentliche Ziel zwar sichtbar, aber von einer anderen Einheit teilweise verdeckt wurde, kamen wie gehabt die Regeln für Deckung zum tragen und steuerten Modifikationen zum Trefferwurf bei.
Der Zweite Punkte fällt vielleicht eher in die Handhabung von Gelände:
Wir einigten uns darauf, dass man durch Wälder nicht komplett durchsehen konnte. Sprich, liegt zwischen zwei Einheiten ein Wald, dann sehen sich die beiden Einheiten nicht. Ausnahme hierbei war der Waldrand, eine Einheit außerhalb des Waldes kann Einheiten, die am ihr zugewandten Waldrand positioniert sind, sehen... also normal als Ziel für Zauber und Beschuss wählen (leichte Deckung) oder auch einen Angriff auf die Einheit ansagen.
Da Matthias mit seinen Vampiren eher wenig Beschuss aufzufahren hatte und es zwei relativ zentrale Baumgruppen gab, konnte er diese also recht gut als Deckung vor meinen Kriegsmaschinen und Scharfschützen nutzen. Im Grunde waren wir mit dieser Regeländerung beide sehr zufrieden, da die Sichtbereiche dadurch stets eindeutig definiert waren und es in keiner Situation weiteren Klärungsbedarf diesbezüglich gab.
Jetzt also zur Schlacht selbst =)
Da wir die Schlacht beide eher als Freundschaftspiel und Lernspiel angingen, ließen wir uns viel Zeit beim Nachschlagen von Sonderregeln und diskutierten auch taktische Überlegungen laut mit einander aus, was manch einem vielleicht den Wettkampfaspekt rauben würde. Trotzdem schenkten wir uns nichts und Matthias lies nach einer offensiven Bewegungsphase und nachdem die Schwarze Kutsche die ersten Magischen Kräfte bündeln konnte (sie erhielt 2 Aufladungen der 8 Energiewürfel) den ersten "Nagasch's Todesblick" auf meine Glocke nieder. Der totalen Energie konnte ich nichts entgegensetzen, doch mit ihrem hohen Widerstand und der Magieresistenz blieb das Skavenkonstrukt unbeschadet. Der Folgende Kontrollverlust kostete durch eine katastrophale Explosion 5 Skelette das Unleben, doch eine glückliche 1 bewahrte den Meisternekromanten selbst vor Schaden. Dazu verlor er leider die restlichen 5 Energiewürfel, womit die erste Magiephase und aus Mangel an Zielen für den Schrei der Banshee auch schon der gesamte erste Zug der Vampire zu Ende ging.
Der erste Zug der Skaven begann mit dem vorbrausen meiner beiden Todesräder an den Flanken und dem stetigen Vormarsch der restlichen Armee, ausgenommen den Jezzails, dem Warpflammenwerfer und den Skaven-Sklaven. Letzter formierten sich an Ort und Stelle um, um ihren Abstand zu dem launischen Todesrad in der Nähe zu vergrößern. Das läuten der Glocke spornte die schiebenden Klanratten an, worauf sie sich weitere 4 Zoll näher an den Feind begaben. Die restliche Magiephase war unspektakulär, da mein Grauer Prophet sich nicht gegen die Magischen Kräfte der Untoten durchsetzen konnte. Es folgte eine ereignisreiche Schussphase der Rattenmenschen. Die Entladungen der Todesräder forderten hohen Tribut in den Körperlosen Wesen der Vampirstreitmacht. Eine einzelne Banshee verlor den letzten Halt in der Welt der Sterblichen. Nun bildeten die unglücklichen Sklaven doch das nächste Ziel, und zwei von Ihnen wurden durch grüne Blitze niedergestreckt. Kurz darauf ereilten 2 Sensenreiter das gleiche Schicksal. Die Jezzails erschossen 4 Todeswölfe, wobei es zu einer Explosion der instabilen Warpmunition kam, die ihrerseits einen der Scharfschützen das Leben kostete. Mein Warpflammenwerfer, wütete in der Geisterscharr, und die magischen Flammen zerrissen einen der vier Schwärme. Meine Warpblitzkanone eröffnete das Feuer auf eine riesige Skeletteinheit, nur damit die Energie des perfekt platzierten Schusses (fast zentral über dem Vampirfürst im ersten Glied) harmlos verdampfte. Ganz anders die Auswirkung meiner Verdammnisrakete. Der Warlocktechniker bei den Jezzails entzündete das Warpfeuerwerk, dass auf eine Distanz von 25" (21" war die angestrebte Distanz) sage und schreibe 20 Skelettkrieger zersprengte und einen Knochenschauer über dem Rest der Einheit entfachte (nicht dass sowas Untote je aus der Ruhe bringen könnte). Zu guter Letzt feuerten meine Gossenläufer, die sich hinterlistig über die linke Spielfeldkante in die Schlacht geschlichen hatten, ihre giftigen Wurfwaffen auf die Kutsche ab, doch durch den enormen Widerstand, den guten Rüstungswurf und den geisterhaften Rettungswurf konnten sie das Gefährt nicht einmal ankratzen.
Nach dem erschütternden Einschlag der Rakete war es erst mal Zeit für eine Essenspause, glaube es ging auf 21 Uhr zu^^.
Die derben Verluste wollte Matthias natürlich nicht auf sich sitzen lassen, so wurde der erste Angriff angesagt. Die Schwarze Kutsche stürzte sich auf das Todesrad, dass die Sensenreiter bedrohte. Leider gelang es Matthias nicht, seine großen Regimenter schneller nach vorne zu kriegen, wodurch einige Todeswolfeinheiten etwas alleine und zu exponiert standen. Aus Angst vor meinem magischen Beschuss, navigierte er die verbliebene Geisterschar hinter ein Waldstück. Die restlichen 3 Sensenreiter versuchten eine Position einzunehmen, um im nächsten Zug auf Seelenernte durch meine Sturmratten zu gehen. Im Zentrum wankten die beiden Skelettlegionen unerbittlich vor, um bald dem unausweichlichen Konflikt mit meinem riesigen Höllenglocken-Block zu begegnen. In der Magiephase ging die Kutsche (zu meinem Glück) leer aus. Ein gut gezielter Todesblick des Nekromanten, den ich zu optimistisch zu bannen versuchte, löschte meine Jezzails und den angeschlossenen Warlocktechniker unmittelbar aus. Eine erfolgreich gewirkte "Anrufung von Nehek" brachte einige Skelette zurück, und ein "Vanhels Totentanz" brachte den verbliebenen Todeswolf unmittelbar an den Warpflammenwerfer heran, während durch das Lehrenattribut sogar zwei der gefallenen untoten Hunde zurückkehrten. Es folgte der Nahkampf zwischen Kutsche und Todesrad: mit Aufprallteffern und allerlei Attacken der Stärke 5, erlitt mein Todesrad einen Schadenspunkt, konnte die Kutsche im Gegenzug aber auch selbst verwunden. Trotzdem verlor ich das Kampfergebnis um 1, und der Pilot mit Moralwert 5 entschied sich zur Flucht. In einer knappen Verfolgungsjagd, während Matthias und ich versuchten herauszufinden, wer nun genau welche der 3 Würfel zählen darf, schaffte es mein Todesrad um 1“ der Zerstörung zu entgehen. (Ich hatte mit 3 W6 eine 7 (5,1,1) erwürfelt, Matthias Wüfel zeigten eine 4 und zwei Mal die 2. Prinzipiell bewegt sich das Todesrad wie ein Streitwagen ( also „Schnelle Bewegung“,d.h. 3W werfen und die beiden höchsten gelten) daher dachte ich im ersten Moment, mich von der geliebten Kriegsmaschine verabschieden zu müssen. Dann kam mir die Skaven Volks-Sonderregel in den Sinn, die mir beim Ermitteln der Fluchtbewegung einen Bonus von +1“ gewährt. Leider war diese bei fast allen Einheiten extra aufgeführt, und ausgerechnet beim Todesrad nicht. Gerade als ich es als Verlust entfernen wollte, überflog ich noch einmal den Abschnitt zur Bewegung im Armeebuch und fand als letzten Satz den Hinweis: „Das Todesrad flieht und verfolgt 3W6 Zoll“ und so sollte es doch nochmal davonkommen…Sorry Matthias  ;D )
Im zweiten Zug der Skaven  brachen die Schlachtlinien nun endgültig aufeinander. Die Angestachelten Ratten krachten mit der Glocke in die Skelettscharen (aufgrund der enormen Breite meiner Einheit, musste ich beide Einheiten gleichzeitig attackieren). Während das Todesrad, welches zuvor die Banshee ausgelöscht hatte, nun in die verbliebene Geisterschar raste, um die Flanke meiner Klanratten zu decken. Der Pilot des anderen Rades fand seine Nerven wieder und riss das Steuer herum um sich erneut der Kutsche zu stellen. Meine Sturmratten ergriffen die Gelegenheit auf leichte Beute, und warfen sich auf die 5 exponierten Todeswölfe, die ihnen gegenüberstanden. Mein Assassine gab seine Tarnung auf und verließ die Sklaveneinheit, um dem bedrohten Warpflammenwerfer zu Hilfe zu kommen, leider war die Einheit von der letzten Bewegung sehr unglücklich ausgerichtet, so dass er die Wölfe nicht direkt angreifen durfte. Meine Gossenläufer nutzten ihre Mobilität, um sich in Reichweite zu den verfluchten zu bringen. In der Magiephase hallte der Schall der Glocke übers Feld, was allerding nur die, ohnehin erstaunlich gute, Moral meiner Truppen weiter erhöhte. Der Graue Prophet wirkte einen Spaltenruf, dessen verheerendes Potential aber durch eine magische Spruchrolle bereits im Keim erstickt wurde. In der Schussphase zuckten wieder Blitze der Warpgeneratoren in den Todesrädern. Stärke 2 reichte leider nicht aus, um der Schwarzen Kutsche gefährlich zu werden. Aber das andere Todesrad hatte mehr Glück, und löschte mit drei mächtigen (Stärke 8) Treffern zwei Geisterschwärme aus. Die Warpblitzkanone nahm den Varghulf aufs Korn, schoss aber deutlich über das Ziel hinweg, um am Einschlagsort erneut harmlos zu verdampfen (zwei Schuss, zwei Fehlfunktionen… gut ich hatte Glück, dass sie nicht beim ersten Wurf auftraten, und meine Todesräder brachten jedes für sich beachtliche Leistung… aber meine Kanone wurde wieder einmal sabotiert.. ganz sicher!), die Rattling-Kanone spie ihre Warpsteinprojektile auf die Sensenreiter, schaffte es mit 11 Schuss aber gerade einmal, 2 der spektralen Wesen zu vernichten. Auch der Assassine zückte seine Warpsteinwurfspeere, konnte aber nur 2 der 3 Wölfe niederstrecken, die den Warpflammenwerfer bedrohten. Zu guter Letzte, griff noch mein zweiter Warlocktechniker in die Trickkiste, und warf eine Todeswindkugel in das Zentrum von einem der Skelettregimente. Die Abweichung hielt sich zu meinen Gunsten in Grenzen, und nach einem verpatzten Wurf für „Achtung, Sir!“ bot sich die Chance den Vampirfürst zu verwunden. Leider  verpasste ich den Wurf von 4+ mit einer 3, so dass „nur“ 8 der 15 getroffenen Skelette dahingerafft wurden. Den Beschuss meiner extra in Stellung marschierter Gossenläufer auf die Verfluchten, vergaß ich im Eifer des Gefechts völlig. Im Nahkampf fügten die gequälten Seelen der Geisterschar meinem Todesrad eine Wunde zu, wodurch der Kampf unentschieden ausging. Meine Sturmratten machten kurzen Prozess mit den bemitleidenswerten Wölfen und stürmten in ihrer Wut einige Zoll vorwärts. Im epischen Konflikt in der Mitte, wurden zwei Skelette durch die Aufpralltreffer der Glocke, und zwei weitere durch das Banner des Tiefenreichs niedergestreckt. Der erzürnte Vampirfürst ließ seinerseits die Schlachtenklinge kreisen und fällte einige Klanratten. Dem Rattenoger, unfähig für Multitasking, gelang es nicht auch nur ein einzelnes Skelett zu zerschmettern. Die Klanratten trugen ihren Teil bei und erschlugen ein paar Skelette. Diese teilten, unterstützt durch zwei Gespenster, ihrerseits beachtlich aus. Durch die kostbaren Punkten fürs Kampfergebnis durch die Armeestandarte und die Opfer der Aufpralltreffer, konnte ich die erste Nahkampfrunde mit 4 Punkten für die Skaven entscheiden, was die Skeletteinheit des Fürsten auf bedrohlich wenige schrumpfen ließ (ca. 13 standen noch).
Nach diesen beiden spannenden Spielerzügen, warf Matthias einen besorgten Blick auf die Uhr. Es war ca. 23 Uhr und ihm wurde klar, dass er mit Einpacken und Abbauen + Heimfahrt sicher nicht mehr vor 1 ins Bett kommen würde… Ein Blick über das Schlachtfeld verriet jedoch, dass uns die spannendsten Phasen des Schlagabtauschs aber noch bevorstanden. Bis auf die Banshee und  5 Todeswölfe war es mir noch nicht gelungen Einheiten der Untoten restlos auszuschalten, so dass ich bisher vielleicht gerade einmal 145 Punkte ergattert hatte. Auf meiner Seite stellten die Jezzails und der Warlocktechniker mit der Verdammnisrakete bisher die einzigen Verluste dar, was einem Wert von 275 entsprach, also in Punkten ein leichter Vorteil der Vampire, der sich aber mit einem Blick auf die dezimierten Sensenreiter und die Skelettlegion des Fürsten schnell wieder relativierte. Matthias war zu dem Zeitpunkt genauso wie ich, neugierig darauf,  zu erfahren wie sich der ein oder andere Nahkampf wohl entwickeln würde und so entschieden wir uns doch dazu, noch jeweils einen 3. Spielerzug durchzuführen:
Die Vampire warfen sich überall auf dem Feld in erbitterte Nahkämpfe: Die Kutsche wollte endlich das verflixte Todesrad ausschalten und warf ich mit neuem Schwung dagegen. Die Verfluchten steuerten endlich ihre Nahkampfstärke bei und stürzten auf die Sturmratten los. Der Varghulf und die Gruftschrecken eilten dem letzten Geisterschwarm zu Hilfe und bedrängten Das Todesrad von der Seite und dem Rücken gleichzeitig. Der Todeswolf stürzte sich mit gefletschten Zähnen auf den Warpflammenwerfer, dem es mit der Reaktion „Stehen & Schießen“ aber nicht gelang, die flinke Bestie zu erwischen. Der letzte Sensenreiter floh aus der Schussreichweite der Rattling-Kanone. In der Magiephase konnte ich eine „Anrufung von Nehek“ und einen „Vanhels Totentanz“ unterdrücken, musste aber mit leerem Bannpool zusehen, wie beide Skelettregimenter inklusive Vampirfürst und den beiden Gespenstern durch „Unheilige Kraft“ in den nächsten Nahkampfrunden misslungene Verwundungswürfe wiederholen würden. Immerhin konnte die Schwarze Kutsche zuvor nur einen einzigen Würfel kanalisieren, wodurch sie zwar Todesstoß und Flammenattacken   erhielt, keines davon aber einen Vorteil gegen mein Doom-Wheel brachte. Der Nahkampf zwischen den erbitterten Rivalen führte dazu, dass mein Todesrad mit zwei Lebenspunkten stand hielt, während die Kutsche nur noch einen einzigen Lebenspunkt übrig hatte. Fernab von jedem Charaktermodell, konnte sie auch nicht darauf hoffen geheilt zu werden. In einem brutalen Handgemenge löschten die die Sturmratten etliche verfluchte aus, um ihrerseits durch alleine 4 Todesstöße große Verluste hinnehmen zu müssen. Unter dem strengen Blick meines Kriegsherrn auf seiner Sänfte hielten die Eliteratten (ja ja ich weiß, es ist nur Kernauswahl…) aber tapfer Stand. Der einsame Todeswolf und das Waffenteam des Warpflammenwerfers löschten sich in ihrem ganz persönlichen Duell, abseits der großen Schlacht gegenseitig aus (50 Siegespunkte für mich, 70 für Matthias)… Das Todesrad versuchte sich vergeblich gegen die monströsen Angreifer zu wehren, schließlich gingen dem Piloten die Nerven durch und er bretterte durchs Unterholz in Richtung eigener Spielfeldkante. Das schwierige Gelände des Pilzwaldes ließ die Kriegsmaschine zum Glück unbeschädigt und wieder gelang es einer dieser mobilen Kriegsmaschinen um Haaresbreite (2“) der sicheren Vernichtung zu entgehen. Die Verfolgungsbewegung brachte den Varghulf in Angriffsreichweite meines Assassines und der Sklaveneinheit. Damit näherte sich die Nahkampfphase wieder dem monumentalen Konflikt im Zentrum des Schlachtfeldes. Zwar standen mir nun keine Aufpralltreffer mehr zu, aber das magische Banner forderte wieder einige Opfer. Auch kamen nun die Speere meiner Klanratten zum tragen und versorgten mich mit 10 zusätzlichen Attacken. Nichtsdestotrotz konnte ich der Gewaltigen Nahkampfstärke der magisch gestärkten Untoten nicht genug entgegensetzen. Ich verlor den Nahkampf um 3 oder 4 Punkte, was meine unerschütterlichen Krieger jedoch nicht weiter kümmern sollte.
So… letzter Spielerzug, da es in Siegespunkten nach wie vor eher zu Gunsten der Vampire stand, musste ich nun nachziehen. Meine Gossenläufer stürzten den Verfluchten in den Rücken, mit KG 4, Giftattacken und dem wertvollen Bonus von +3 aufs Kampfergebnis (+1 für den Angriff und +2 für Angriff in den Rücken) hoffte ich hier eine schnelle Entscheidung herbeizuführen. Der Varghuls wurde von dem Assassine und der Sklaveneinheit mit Häuptling attackiert… und so waren auch schon nahezu alle freien Modelle bewegt. Die Rattling-Kanone hatte keine Ziele mehr und ging hinter einem kleinen Gebäude in Deckung, um nicht doch noch auf irgendeine Art den umherstreifenden Todeswölfen zum Opfer zu fallen. Das geflohene Todesrad sammelte sich, dank der inspirierenden Gegenwart des Grauen Propheten, die aufgrund der Sonderregel „großes Ziel“ der Höllenglocke in 18 Zoll Umkreis wirkte. In der Magiephase ertönte erneut das Glockengeläut mit 3W6, woraufhin die Glocke den Zauber „Versengen“ wirkte. Der Meisternekromant bannte den Zauber spielend, ebenso den Spaltenruf des grauen Propheten. Dieser versuchte sich daraufhin, aus Mangel an anderen brauchbaren Zaubern, an einem verzweifelten Versuch, den grauenhaften 13. Zauber zu wirken. Trotz einem guten Wurf und einem Bonus von +5 auf den Energiewurf (Magiestufe 4 und +1 durch einen magischen Gegenstand) reichte das Ergebnis nicht, um die Komplexität von 25+ zu erreichen, womit die Magiephase endete. In der Schussphase passierte schließlich das Unfassbare: grüne Warpblitze mit Stärke 6 zuckten und zerstörten die schwarze Kutsche (195 Siegespunkte für die Skaven… Ka-Ching ^^) . Aufgrund einer arg unübersichtlichen Situation um den Varghulf einigten wir uns darauf, dass das frisch gesammelte Todesrad keine Blitze entladen würde (einen entsprechenden Moralwerttest auf die 10 hätte ich vermutlich geschafft^^). Die Warpblitzkanone feuerte noch einmal quer über das Spielfeld und löschte zwei Wölfe aus, aber nicht genug um bei der Einheit aus 5 irgendwelche Siegespunkte zu ergattern. Im Nahkampf tauschten verfluchte und Sturmratten wieder brutale Hiebe aus, wieder gab es hohe Verluste auf beiden Seiten, und auch wenn ich das Kampfergebnis durch die Unterstützung der Gossenläufer deutlich gewinnen konnte, zerfielen nicht alle restlichen Verfluchten. Im Nahkampf mit dem Varghulf schaffte es von 11 Sklaven gerademal einer, den Varghulf zu treffen, aber auch nicht zu verwunden. Anders Assasine und Häuptling, von insgesamt 4 erfolgreichen Verwundungen regenerierte Matthias genau 4… Das hasserfüllte Monstrum wütete in den bemitleidenswerten Sklaven und zerriss 5 von ihnen in blutige Fetzen. Die Anwesenheit des Häuptlings und ihre große Zahl verhinderten jedoch, dass sie aus dem Kampf flohen. Der Schlagabtausch im Zentrum verlief ähnlich wie in der Nahkampfphase zuvor, Klanratten und Skelette kämpften erbittert und forderten Verluste auf beiden Seiten. Durch die anhaltende „unheilige Kraft“ konnten die Vampire den Nahkampf zu ihren Gunsten entscheiden, doch die Skaven waren nicht bereit ihren Platz um die Glocke zu verlassen.

So Endete der mächtige Konflikt mit einem unentschieden (Verluste der Skaven: Jezzails, Warpflammenwerfer, Warlocktechniker, => 345 Siegespunkte, Verluste der Vampirfürsten: Banshee, Todeswölfe, Schwarze Kutsche =>390). Es ist schwer abzuschätzen, welche Seite in den nächsten Zügen die Oberhand erlangt hätte, die Verfluchten hätte ich im nächsten Zug sicher ausgelöscht, und vielleicht wäre es mir noch gelungen den einzelnen Sensenreiter mit meinem Todesrad einzuholen, aber auf der anderen Seite des Schlachtfelds streiften noch 6 unverletzte Gruftschrecken umher, und wer weiß, wie lange der Varghulf sich noch gegen die Sklaven hätte behaupten können. Im Zentrum gelang es mir zwar, das Regiment des Vampirfürsten fast auszulöschen, aber der zweite 50er Block, mit dem Meisternekromant war sicher noch um die 30-35 Modelle Stark. Dahingegen waren meine Klanratten auch schon auf die Hälfte (ca. 30) dezimiert worden. Im Endeffekt, war also wirklich noch alles offen, wodurch wir beide mit dem Unentschieden auch sehr zufrieden sind.
Die absoluten Match-Maker auf meiner Seite waren an diesem Abend mit Abstand die ganzen Warpsteinspielereien des Klan Skryre, allen voran die Todesräder. Der Schaden den ich damit unter den körperlosen Einheiten und schließlich sogar an der schwarzen kutsche verursacht hatte, war einfach enorm. Abgesehen von der, einfach wahnwitzigen Idee hinter dieser Konstruktion, machen die Teile echt Spaß mit ihrer Zufallsbewegung und können mit etwas Glück (und das hatte ich in unserer Schlacht, keine Frage!) richtig verheerend sein. Beste Szene war in meinen Augen unbestritten der Abschuss der Verdammnisrakete… ich hab das Bild vor Augen, wie der Warlocktechniker mit einem übergroßen, selbst gebauten Feuerwerkskörper den Blick übers Schlachtfeld schweifen lässt, obligatorisch mit dem feuchten Daumen die Windstärke und –Richtung abschätzt und dann unter wahnwitzigem Kichern die Lunte zündet… und nach dem Einschlag belustigt von einer Pfote auf die andere hopst ^^
Match-Maker bei den Vampiren… hmm das ist irgendwie schwieriger, auch wenn Matthias mit zwei Gespenstern, der Banshee, einem Nekromanten, einem Meisternekromanten und einem Vampirfürst streng genommen nur ein Charaktermodell weniger spielte als, war deren Präsenz im Spiel kaum wahrnehmbar. Für den meisten Gesprächsstoff sorgte mit Abstand der Varghulf, da Matthias, teilweise gemeinsam mit, mir viel Zeit damit verbrachte, herauszufinden was mit der Figur am besten anzustellen sei. Nach zwei Bewegungsphasen kam er endlich in den Nahkampf, konnte an den Ungleichen Gegnern (Doom-Wheel mit Widerstand 6 und Skavensklaven mit KG 2) aber nicht wirklich seine Qualitäten zeigen. Beeindruckend war im jedem Fall wie hart er einstecken konnte. Einige Attacken des Todesrads mit Stärke 6, sowie den Attacken von zwei Helden, z.T. mit der Sonderregel Giftattacken… und einfach stur den Großteil regeneriert… Wirklich gerissen haben es, glaube ich, im Endeffekt der Meisternekromant und der Vampirfürst. Der erfolgreiche Todesblick und generell die magische Präsenz des Meisternekromanten holte wohl direkt und indirekt den größten Teil der Siegespunkte für die Untoten  rein und verwehrte mir im Gegenzug einige. Die Nahkampfqualitäten des Vampirfürsten gingen in dem gigantischen Nahkampf etwas unter, aber die konstanten 4 oder 5 Verwundungen die er beisteuerte waren Gold wert. Über eine mögliche Lieblingsszene der Schlacht muss sich Matthias selbst äußern, aus Sicht der Vampire vielleicht der wahrlich vernichtende „Nagasch's Todesblick“ in der 2. Magiephase...
Es war ein absolut tolles Spiel, ich hatte jede Menge Spaß, wir haben einiges über unsere Armeen gelernt, Hausregeln ausprobiert und gut gegessen ^^ Also vielen Dank, Matthias, für den tollen Abend und mal sehn wann wir uns wieder auf dem Schlachtfeld treffen um in dem Konflikt zwischen Skaven und Vampirfürsten (vielleicht) eine Entscheidung herbeizuführen =)

1 Kommentar:

  1. Hi Jan, unglaublich, wie präzise Du den Bericht geschrieben hast. Ich würde sagen, dass soweit alles stimmt was zu lesen ist. Vorab ein großes Dankeschön für die vielen Zeilen. Ich war soeben komplett wieder in der Schlacht drin.

    Du fragst, welche meine Lieblingsszene war. Hmm.... es gab viele davon. Auf jeden Fall absolut episch und never forgotten wird wohl „ground zero“ bleiben. In Mitten des Spielfeldes standen auf engsten Raum etwa 150 Modelle im Nahkampf. 100 Skelette, Gespenster, Fürsten, Zauberer und 50 aufrecht stehende Vierbeiner sowie die Glocke und was weis ich sonst noch in deinem Block sich so tummelte. Unglaublicher Anblick.

    Sensenreiter spiele ich vorerst nicht mehr. Da fehlt mir das taktische Geschick dazu. Sie sind doch recht schwierig zu spielen. Ich bevorzuge lieber die einfachere Variante. Stürmen und draufhauen. Vargulf und die schwarze Kutsche bleiben weiterhin gesetzt.

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