ähnlich wie bei dem Wachturm von dem ich im Blog ja auch ein wenig berichtet habe,
hatte ich heute wieder spontan Lust Gelände zu bauen.
Natürlich muss ich zugeben, dass mein Wachturm immernoch nicht viel weiter ist, als auf den letzten Bildern
und dass ich insgesamt hier im Blog wohl deutlich mehr anfange und ankündige, als ich wirklich umsetze...
Aber gut, was soll ich groß zu meiner Verteidigung sagen, wenn mich was Neues erstmal gepackt hat, bleiben die alten Projekte fürs Erste liegen...
Da ich endlich mal wieder auch was zum Ende bringen wollte, habe ich erstmal etwas Neues angefangen ?!?
Ja, mit dem Wachturm hab ich einige unterschiedliche Ideen wie und woraus ich das Dach und das Obergeschoss gestalten möchte und da an der Mauer selbst noch ettliche Steinchen fehlen, hab ich mich da heute gar nicht erst dran gemacht, sondern mich auf ein deutlich kleineres Projekt konzentriert.
Eine kleine Ruine. Diese soll für meine Zwecke natürlich in erster Linie bespielbar sein, daher entschied ich mich, das ganze in vier Stücke zu unterteilen. So ist man beim Platzieren und Spielen flexibler, kann das ganze etwas platzsparender aufbewahren und (hoffentlich) auch besser transportieren.
Der erste Schritt bestand darin, mal mit Maßband und einigen Figuren abzuschätzen und festzulegen, wie groß die Geländestücke denn werden sollen.
Da ich schon eine recht genaue Vorstellung davon hatte, wie die fertigen Mauerstücke aussehen sollten, waren die groben Formen schnell zu Papier gebracht und ich konnte abschätzen, wie groß die entsprechenden Bases werden sollten. Zwar hatte ich den Eindruck, dass Seitenlängen von 6" und eine Höhe von 3" in Relation zu einem einzelnen Infanterie-Modell schon ein beachtliches Bauwerk abgeben, aber da letztendlich auf dem Spielfeld nur 1-2 Einheiten bequem darin Platz finden würden, blieb ich dabei.
Anschließend zeichnete ich die Umrisse für die Bases auf eine 3mm Plastikplatte und schnitt sie mit dem Cutter aus. Leider hab ich dabei stellenweise etwas zu beherzt gedrückt um das zähe Plastik durchzubekommen, weswegen ich glatt auch durch meine schöne grüne Schneidematte schnitt :(
Problem erkannt - Problem gebannt... also weiter gings auf einem alten Sperrholzbrettchen.
Nachdem die Bases grob ausgeschnitten waren, hab ich mit Seitenschneider und Cutter alle Ecken abgerundet und die Grate an den Schnittkanten entfernt. Die Radien sind nicht perfekt aber es wird sicher keiner mit ner Lehre nachmessen ;)
Das Entgraten sollte man sorgfältig machen, damit die Bases später schön aufliegen und nicht wackeln und auch keine unschönen "scharfen" Kanten zurückbleiben an denen man sich zwar nicht ernsthaft verletzen, aber doch ganz schön gemein "pieken" kann. Und die mehr oder weniger empflindlichen Spieloberflläche, auf der das Gelände zum Einsatz kommen soll, wirds einem danken!
Damit waren schonmal die Bases als Grundlage für die einzelnen Mauerstücke geschaffen.
Fast schon bereit für den Spieltisch, oder? ;)
Vielleicht lieber doch erst noch eine Mauer draufsetzen!
Dazu hab ich aus einer strukturierten Styroporplatte Mauersegmente herausgeschnitten.
Um die Sache einfach zu halten, wollte ich mir hier nicht die Mühe machen, jeden Stein einzeln auszuschneiden und selbst aufeinander zu mauern. Ich wollte auch nur schlichte Mauersegmente, ohne Fenster- oder Torbogen etc.. Damit das ganze aber nicht zu langweilig bleibt, habe ich stellenweise Stücke und einzelne Steine herausgerschnitten und die Mauerstücke für die L - Bases ineinander verzahnt, wie es bei einer echten Mauer auch der Fall wäre. Beim Zusammenstecken muss man drauf achten, dass das spröde Styropor nicht bricht. Einer der "Zähne" ist mir abgebrochen, aber was macht das schon bei einer verwahrlosten Ruine? (Hab ihn später irgendwie unbewusst/ automatisch doch wieder reingeklebt ?!?)
Kurz testen, dass alles auch wie geplant zusammenpasst und vorsichtig wieder auseinander nehmen.
Leider ist bei diesen Styropor Deckenplatten nur eine Seite strukturiert, nur sinnvoll für den eigentlich Zweck.
Zwei lagen wären deutlich zu dick geworden; vielleicht passend für Festungsmauern o.Ä.
Da mir die glatte Rückseite aber wenig gefällt, machte ich mich nun daran, die Mauerstruktur auf der Rückseite zu modellieren. Dazu hab ich mit einem Modellierwerkzeug vorsichtig aber bestimmt das Styropor eingedrückt und mich an der Struktur der Vorderseite orientiert. Für die langen Teile hab ich ein Lineal zur Hilfe genommen. Stellenweise gefällt mir das "krumme von Hand" besser als die aufgeprägte Struktur der Vorderseite. Mit mehr Zeit und Geduld, könnte man mit dieser Methode echt sehr sehr tolle Mauern gestalten, aber ich wollte es wie gesagt einfach halten und gab mich damit zufrieden. Ein großes Fragezeichen steht auch noch hinter der Frage, wie meine modellierte Struktur nach dem Bemalen wirkt, ob meine Fugen Tief genug sind und das Styropor auch brav die Form hält, oder sich über die Zeit wieder ausdrückt ^^
Nachdem alle Teile auch auf der Rückseite modeliert waren, nahm ich noch einmal den Cutter zur Hand, und bearbeitete hier und da die Ecken und Kanten um den Gesamteindruck der zerstörten Mauern etwas abzurunden. Und schon waren die Teile bereit auf die Bases geleimt zu werden ( Man beachte, Styropor verträgt nicht jeden Kleber, bei der falschen Wahl wird es chemisch zersetzt und von der Mauer bleibt nicht mehr übrig als übelriechender Mansch, der sicher nicht das beste für die Lunge mit sich bringt!)
Soweit ist sie momentan, meine kleine Ruine.
Wenn der Leim durchgetrocknet ist, werd ich die Teile schwarz grundieren (auch hier nochmal aufpassen, dass das Styropor das auch verträgt!). Ich werde das mit schwarzer Acrylfarbe und nem großen Borstenpinsel machen, ist zwar mehr Arbeit als ansprühen, aber ich habe hier (erst recht bei den kalten Temperaturen) keine Möglichkeit viel zu sprayen und mit dem Pinsel hab ich gleich die Kontrolle, dass auch alle Stellen was abkriegen.
Das Nächste Update dann, wenn alle 4 Segmente grundiert sind.
Bis dahin, schönen Samstag =)
Update 1 (23.02.2013):
Hab alle Teile schwarz grundiert, allerdings trocknet die Farbe aus der großen Tube deutlich langsamer als meine üblichen Farben von Vallejo oder Games Workshop.
Damit lass ich die Sache erstmal über Nacht trocknen und setze die Arbeit erst morgen fort.
Update 2 (25.02.2013):
Da die erste Tour Grundierung nicht ausreichte, um das weiße Plastik der Bases sauber zu überdecken, musste ich diese nochmal sorgfältig nachbearbeiten. Vermutlich lässt sich das vermeiden, indem man die Bases nach dem Ausschneiden mit etwas Schleifpapier aufraut, damit die Farbe einfach besser haften kann.
Werde ich beim nächsten Mal jedenfalls versuchen.
Dadurch ergaben sich leider nochmal recht lange Wartezeiten, die ich mit einem kleinen "Projekt im Projekt" überbrückt habe. Letztes Jahr vor Weihnachten habe ich etwas Gelände von Tabletop World bestellt.
Zwei Fachwerkhäuser und eine Windmühle aus Resin. Es gab ein Feiertagsangebot: Zu jedem der Gebäude eine kleine Tüte mit Zubehör gratis! Ein Grund mehr, warum ich mich entschlossen hatte, mir die drei Häuschen selbst unter den Baum zu legen ^^
Jedenfalls gab es passend zur Windmühle ein kleines Beutelchen mit Vorräten; Fässer, Säcke und Kisten, aber seht selbst:
Echt schön und detailliert modellierte Teile, ich hoffe ich werde Ihnen mit der Bemalung gerecht.
Bei den andern beiden Gebäuden waren Möbel und eine kleine Hundehütte dabei, aber die Häuser und ihre Einrichtung müssen sich noch Gedulden bevor ich mich da rantraue =)
Da eine größere Schlacht gegen Matthias' Echsen mit einigen Szenario-Sonderregeln bevorstet, hab ich gedacht, dass diese Vorräte sich Prima als Missionsziele machen würden. Auf einer kleinen Base mit etwas Farbe, könnte man sie prima verwenden um z.B. Vorräte (wer hätte es gedacht ^^) darzustellen die es zu bewachen oder zu erobern gilt. Ich war ein wenig hin- und hergerissen ob und wie viele ich verwenden
sollte, dachte dann aber, dass sie auf kleinen Bases nach wie vor problemlos als Dekoration neben die Windmühle passen würden.
Ich hab die Säcke und Fässer wirklich ne kleine Ewigkeit angeschaut und hin und hergedreht und geschoben
und überlegt wie ich sie am liebsten und besten anordne, und entschied mich dann, sie in zwei Gruppen aufzuteilen.
Ziel war es, einen Stapel mit Lebensmittel und einen Stapel mit "neutralen" Kisten und Säcken zu schaffen.
Nach ein wenig herumpuzzlen auf dünner Pappe, entschied ich mich für kreisrunde Bases mit einem Durchmesser von 2" . Mit der Schablone aus Pappe als Vorlage, schnitt ich diese wieder aus meiner Plastikplatte aus.
Danach stand noch einmal puzzlen auf dem Programm. Ich wollte einfach keine schöne Konstellation für die 3 Fässer auf einer Base finden, weshalb ich doch nocheinmal hin- und hertauschte.
Schließlich machte ich mich dran die Resinteile und ihre Bases zu grundieren.
Hier also Bilder vom aktuellen Stand der Dinge, die Vorräte sind natürlich noch nicht festgeklebt.
Soweit bin ich mit dem Ergebniss voll zufrieden, aber bis hierher wars ja auch noch ziemlich einfach ^^
Was die Basegestaltung angeht, hatte ich anfänglich vor, lediglich durch Aufkleben unterschiedlich dicker Schichten Sand das Gelände um die Mauern ein wenig zu formen, allerdings wirkt es vermutlich natürlicher (und macht die fertigen Teile etwas stabiler), wenn die Mauern schon etwas im Untergrund eingesunken sind.
Daher werde ich vermutlich (auch wenn ich das besser vorm Grundieren schon hätte tun sollen =/ ) rund um die Mauern etwas Modelliermasse auftragen, um Erdreich darzustellen in dem sich die Mauern über die Zeit etwas gesetzt haben. Auch die Bases für die Vorräte werd ich noch etwas ungeregelmäßig und uneben gestalten. Was den Eimer und das leere Fass angeht, hab ich schon erste Überlegungen vielleicht was mit einem Wassereffekt zu versuchen, aber an diese Details geht es erst später.
Nächstes Update dann, wenn die Modelliermasse drauf ist und ich mich ans Bemalen mache.
@ Markus: Danke fürs Feedback =) Auf die bemalte Version von meiner modellierten Mauerstrukur bin ich auch sehr gespannt, wie man auf den Bildern hoffentlich im Hintergrund sehen kann, hat die Struktur wenigstens schonmal ihre Form behalten und ist nach der Grundierung noch recht gut zu erkennen.
Update 3 (09.06.2013):
Nach einer langen Hobbypause hab ich endlich mal Zeit (und die nötige Überwindung ^^) gefunden an den grundierten Teilen weiterzumachen. Zunächst bemalte ich die Mauern einheitlich in einem relativ dunklen Grauton und Tuschte die vollständig mit verdünntem Schwarz, um der Steinstruktur ihre Tiefe zurückzugeben. Ich wollte es bei der Bemalung nicht übertreiben, da es ja doch mit Vorder und Rückseite insgesamt ne ganz schön große Fläche ist. Daher entschied ich mich dafür, die komplette Mauer in einem hellen grau trockenzubürsten und es dabei zu belassen. Das Ergebnis ist nichts herausragendes, aber im Verhältnis zum geringen Aufwand echt ansehnlich und für Spiel-Gelände meiner Meinung nach absolut ausreichend.
Nachdem die Mauersegmente bemalt waren, beklebte ich die Bases mit Sand. Ich wählte zur Basegestaltung das gleiche Schema wie für meine Skaven Armee, also Schwarzer Sockel, der mit dem unbehandeltem Sand und Modellbaugras beklebt wird. Sicher kann man, wer es lieber mag, auch einen anderen Grundton wählen oder den Sand nach dem Aufkleben noch bemalen, tuschen, bürsten wie auch immer. Ich bin jedenfalls mit dem Ergebnis dieser Methode sehr zufrieden und wer weiß, vielleicht werden diese Ruinen ja später mal Teil eines größeren Skavenunterschlupfs... ;)
Nachdem der Sand aufgebracht war, wusste ich erstmal nicht mehr so recht wie ich weiter vorgehen sollte.
Ziel war es, dass die Ruinen alt und verwittert wirken sollten und langsam von der hiesigen Flora überwuchert werden. Zu diesem Zweck habe ich extra eine große Tüte Modellbaumoos besorgt. Etwas später habe ich durch Zufall in einem 1€-Store Deko-Efeu entdeckt, dass ich auch unbedingt für meine Geländebastelei verwenden wollte.
Ich schnitt einige Blätter und "Wurzeln" von den langen Deko-Stücken ab und plante wie und wo an der Mauer ich sie anbringen wollte. Zunächst hatte ich das Gefühl, dass die Mauer sehr schnell zu überladen wirken könnte, daher wählte ich vorerst nur die kleinsten der Blätter aus. Um der Mauer ihr etwas verwittertes Aussehen zu verleihen, habe ich sie stellenweise mit stark verdünntem Dunkelgrün bemalt.
Das Ergebnis ist ok, aber mit etwas Übung krieg ich das vielleicht an den anderen Segmenten noch besser hin.
Vielleicht finde ich dazu auch vorher noch irgendwo einen kleinen Guide oder ein Videotutorial oder ihr habt gute Tipps für mich =)
Es war für mich das erste mal dass ich (wirklich brauchbares) selbsgebautes Gelände bemalt habe, daher wird da noch nicht die Spitze des Machbaren erreicht sein ;)
Also hier noch ein paar Bilder von dem fertigen Mauersegment (bisher hab ich nur das eine fertig, die andern drei Teile haben bisher nur den Sand auf der Base). Wenn die andern auch fertig bemalt und beklebt sind, kommt über alle noch eine Schicht Klarlack um Sand und Gras zusätzlich zu fixieren und damit das Ganze einfach etwas rebuster wird.
Feedback wie immer gerne erwünscht =)
























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AntwortenLöschenTja, sieht ja schon alles recht gut aus mit den Mauern. Mich würden Bilder interessieren von der bemalten, selbstmodellierten Textur - hatte da bisher immer schlechte Erfahrungen gemacht nachdem die Farbe drauf war.
AntwortenLöschenhey, das sieht echt gut aus. mit den grossen Blättern erinnert das schwer an Lustria! Hut ab!
AntwortenLöschenHast du schön hinbekommen. Gute Idee mit dem Grünzeugs. Kommt sehr gut rüber. Müssen wir unbedingt mal bespielen.
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